Hören in Essen und darüber hinaus

Ansgar Wessling
Januar 2020

Hören und Demenz

Herzlich willkommen! In meinem ersten Blogbeitrag möchte ich mich mit dem Zusammenhang von Hören und Demenz beschäftigen. „Gleich mit einem solchen Thema zu starten …“, werden vielleicht einige jetzt denken. Aber ich habe gute Gründe dafür, denn ich sehe jeden Tag bei uns Menschen, für die dieses Thema immens wichtig ist. Denn es ist ein demografisches Thema. Und es wird uns zukünftig stärker beschäftigen, als wir heute noch glauben.

Bekanntes Wissen
Doch zunächst ein paar wissenschaftliche Fakten: Wer schlecht hört, hat ein höheres Risiko an Demenz zu erkranken. Diese Erkenntnis bestätigen Wissenschaftler immer wieder – zuletzt beim „ResDem“-Kongress im November 2019 in München. Das Fazit der Wissenschaftler: Das Gehirn braucht durchgehend Stimulation, damit es seine die geistige Leistungsfähigkeit erhalten kann. Menschen, die schlecht hörten, bekommen aber weniger stimulierende Impulse. Zudem ziehen sie sich oft in ihrem Sozialleben zurück, was die Impulse von außen noch weiter einschränkt – ein Teufelskreis.

Hörsysteme als gute Präventionsmöglichkeit
Der Einsatz von Hörhilfen ist also eine günstige und wirksame Methode, um die geistigen Fähigkeiten zu verbessern und eventuell auch das Demenzrisiko zu senken. Ich sage bewusst „eventuell“, da ja viele unterschiedliche, auch persönliche, Faktoren mit hineinspielen. Ansonsten wäre die „Therapie“ Hörsystem wahrscheinlich auch zu einfach. Doch was ich aus eigener Erfahrung sagen kann ist, dass Menschen, die bei uns Ihr Hörsystem erhalten und vielleicht noch spezielles Hörtraining bei unserer Audiotherapeutin Sabine Kempkes machen, oft richtig aufblühen. Mehr hören bedeutet dann wirklich wieder mehr Leben.

Mit Hörsystemen der Demenz vorbeugen.

Risikofaktor Lärm
Wer schon früh und ohne großen Aufwand vorbeugen möchte, sollte seine Ohren schützen, wann immer es geht. Einer der größten Risikofaktoren, auch in jungen Jahren zunehmend schlechter zu hören, ist Lärm. Wer sich also ständig (lauter) Musik, beispielsweise über Kopfhörer oder bei Konzerten, aussetzt, der schädigt schon früh sein Gehör und beschwört geradezu seine eigene Schwerhörigkeit herauf. Einhergehend damit kommt dann wieder das erhöhte Risiko für frühzeitige Demenz.

Zellen sterben ab
So wie die Hörzellen durch Lärm unwiederbringlich geschädigt werden und absterben, so gilt Demenz als sogenannte neurodegenerative Krankheit. Sind Nervenzellen im Gehirn, zum Beispiel durch mangelnde Stimulation, erst einmal abgestorben, kann der Körper sie nicht wiederherstellen. Verknüpfungen fehlen und die Vergesslichkeit nimmt zu. Zudem ist die Konsequenz, dass die Prozesse des Verstehens immer länger dauern je weiter die Krankheit vorangeschritten ist.

Regelmäßige Hörtests
Daher mein Rat: Lassen Sie rechtzeitig, am besten heute noch, einen kostenlosen Hörtest machen. Hörgeräteakustiker finden Sie überall in Essen – allein zwischen Rüttenscheider Stern und Martinstraße haben Sie viermal die Gelegenheit dazu! Nutzen Sie die Chance, denn es geht um Ihr Gehör, Ihr Gehirn und Ihr Leben …

Es grüßt von Herzen
Ihr Ansgar Wessling

PS: Schreiben Sie mir gerne an dieser Stelle Antworten und Kommentare. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Was denken Sie zum Zusammenhang zwischen Nicht-Hören und Demenz? Ich freue mich darauf, von Ihnen zu lesen und zu hören.

Ansgar Wessling, Geschäftsführer von Hörsysteme Wessling. (Foto: Eisermann)

Zur Person:
Ansgar Wessling ist Inhaber und Geschäftsführer von Hörsysteme Wessling in Essen. In 12 Filialen kümmern sich rund 80 Mitarbeiter darum, dass Menschen mit Hörminderungen wieder besser hören können.

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