Hightech im Ohr

Ansgar Wessling
Februar 2020

Was modernste Hörsysteme leisten

Können Sie sich noch an die Hörgeräte der Großeltern erinnern. Das waren große Kästen. Sie waren unbequem zu tragen, schwer handzuhaben, schwierig zu bedienen – doch vor allem: Sie galten als Makel. Von Erhöhung der Lebensqualität kaum eine Spur. Deshalb landete so manches Hörgerät nach kurzer Zeit in irgendeiner Schublade und blieb dann da. Doch diese Zeiten haben sich glücklicherweise grundlegend geändert.

Vom Alltagshelfer zum smarten Hören
Mit dem technischen Fortschritt standen Hörsystemträgerinnen und Trägern schon vor rund zehn Jahren immer kleinere und ausgereiftere Hörhilfen zur Verfügung, die in puncto Vielseitigkeit schon so einiges zu bieten hatten. Fokus der Hersteller lag vor allem darauf, die Qualität von Geräuschen und vom Klang zu optimieren. Dazu zählten:

• Klare Verständlichkeit durch bessere Aufnahme und Wiedergabe auch in lauten Umgebungen
• Automatische Übergänge zwischen unterschiedlichen Hörsituationen
• Deutliche Reduzierung von Hintergrundgeräuschen
• Mikrofone, die sich selbsttätig beispielsweise auf die Gesprächspartner ausrichten.

Digitalisierung
Ab Mitte der 2010er-Jahre folgte die Digitalisierung, die gerade bei Hörsystemen echte Innovationen möglich machte:
• Streaming von Anrufen, Musik und TV-Ton direkt ins Ohr
• Intuitive Einstellungen durch die Trägerinnen und Träger mit Tipp-Steuerung via App
• Sturzsensor für mehr Sicherheit: Bei Sturz wird via Handy ein Alarm an eine voreingestellte Rufnummer gesendet, sodass schneller Hilfe kommen kann.
• Simultane Übersetzung von 26 Sprachen direkt in Ihr Ohr.
• Aktivitätstracking via App und Smartphone
• Selbsttest der Hörsystemkomponenten
• Fernprogrammierungs- und Fernwartungsoption durch die Hörakustiker
• Kombinierbarkeit mit Wireless-Zubehör im Smart-Home, beispielsweise mit Amazon Alexa.

Hörsysteme werden immer kleiner und immer leistungsfähiger - Foto: Starkey

Ausblick

Ich wage jetzt einmal einige Thesen und lasse mich gerne in den folgenden Jahren daran messen:
• Das Handy wird verschwinden, es wird ersetzt durch etwas, das keinen Bildschirm mehr braucht oder in Sehhilfen integriert wird. Die Steuerung erfolgt durch einfache Fingergesten
• Nahezu jeder wird Hörsysteme tragen, sei es als Hörhilfe oder deshalb, weil das Handy verschwindet
• Die zusätzlichen Funktionen werden noch ausgereifter und zahlreicher
• Durch Simultanübersetzungen aller Sprachen direkt übers Hörsystem werden wir unsere Art, Sprachen zu lernen, verändern. Das Verstehen, das heute noch in der Schule gelernt wird, wird sich ändern hin zum kulturellen Verständnis
• Hörsysteme werden per Sprach- und Augensteuerung bedient
• Notarzt, Feuerwehr, Polizei, Taxi und der Pizzaservice werden im Bedarfsfall noch schneller zur Stelle sein.
• Die Hörsysteme werden biometrisch erfassbar sein: Ausweise, EC- oder giro-Karten werden überflüssig.

Vielleicht wird sich nicht alles durchsetzen, was ich gerade angedacht habe, aber was technisch gehen kann, wird kommen. Die Frage ist nur, ob es bleibt.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht – wir werden mit unseren knapp 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf jeden Fall immer am Ball bleiben, um Sie und Ihr Gehör mit technisch sinnvollen Neuerungen zu versorgen, Sie zu beraten und Ihnen ein Stück weit mehr Lebensqualität bieten zu können.

Es grüßt von Herzen
Ihr Ansgar Wessling

Ansgar Wessling, Geschäftsführer von Hörsysteme Wessling. (Foto: Eisermann)

Zur Person:
Ansgar Wessling ist Inhaber und Geschäftsführer von Hörsysteme Wessling in Essen. In 12 Filialen kümmern sich rund 80 Mitarbeiter darum, dass Menschen mit Hörminderungen wieder besser hören können.

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