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Urlaub mit Hörsystemen

Ansgar Wessling
Juni 2021
Worauf beim Reisen unbedingt zu achten ist

von Ansgar Wessling

Langsam, langsam kehrt Schritt für Schritt wieder mehr Normalität ein in Deutschland. Nicht komplett, soviel ist sicher. Aber die Indizes sinken und mit den Lockerungen kommen auch ein gutes Stück weit unsere liebgewonnenen Gewohnheiten wieder in unser Leben zurück, beispielsweise das Reisen.

Hörsysteme immer dabei

Das Auswärtige Amt spricht ab 1. Juli 2021 noch Reisewarnungen aus für Länder, die als Hochinzidenzgebiet oder Virusvariantengebiet eingestuft sind. Bis auf kleinere regionale Ausnahmen sind die europäischen Länder wieder frei zu bereisen. Wer mit Hörsystemen reist, für den habe ich einmal acht gute Tipps zusammengestellt, die das Leben und den Umgang im Urlaub etwas erleichtern. Sicher ist der ein oder andere Tipp auch für Sie dabei:

  1. Vorab-Check: Bevor Sie eine Reise antreten, sollten Sie noch einmal einen Termin bei Ihrem Akustiker machen. Wir checken Ihr Gerät vorab durch und justieren eventuell nach, damit Sie Ihren Urlaub auch wirklich unbeschwert genießen können.
  2. Reinigungsmittel: In den Koffer gehört auf alle Fälle ein Reinigungsmittel von Ihrem Akustiker für Ihre Hörsysteme. So ist die Zusammensetzung der Reinigungsflüssigkeit perfekt auf Ihre Systeme abgestimmt. Ebenso wichtig: ein weiches Tuch für die Reinigung.
  3. Trockenbox: Wer in ein Land mit hoher Luftfeuchtigkeit reist, sollte unbedingt eine Trockenbox dabeihaben. Feuchtigkeit ist der Feind Nummer Eins Ihrer Hörsysteme. Die empfindliche Technik leidet sehr darunter und es kann sogar bis zum Ausfall kommen.
  4. Batterien: Eine entsprechende Anzahl von Batterien sollten man beim Kofferpacken nicht vergessen. Die Anzahl hängt davon ab, wie lange und wie oft Sie Ihr Hörgerät in der Urlaubszeit nutzen. Fragen Sie gern beim Vorab-Check Ihren Akustiker: Wir rechnen Ihnen gern die Anzahl der benötigten Batterien aus.
  5. Schutzbox: Sonne, Sand, (Salz-)Wasser – das alles kann den empfindlichen Hörsystemen zusetzen. Eine Schutzbox ist daher eine sinnvolle Anschaffung, wenn Sie beispielsweise Ihr Hörgerät am Strand zum Baden ablegen. Sie sollte möglichst fest verschließbar sein, sodass weder Feuchtigkeit noch feine Sandkörnchen eindringen können. Extratipp: Da auch Hitze den Geräten zusetzen kann, sollten Sie die Schutzbox stets im Schatten aufbewahren.
  6. Am Bahnhof: An Bahnhöfen ist es meist laut und trubelig. Da ist es schwer, sich auf die Durchsagen zu konzentrieren. Größere Bahnhöfe – wie hier bei uns in Essen – haben aber bestimmte Zonen, in denen es induktive Höranlagen gibt. Sie erkennen diese an einem blauen oder gelben Schild, auf dem ein stilisiertes Ohr sowie der Buchstabe „T“ steht. Wenn Sie das entsprechende Programm wählen, können Sie ohne Nebengeräusche die Ansagen hören.
  7. Am Flughafen: Beim Check-in müssen Sie keine Bedenken haben: Die entsprechenden Scanner haben keinen Einfluss auf Hörsysteme. Sie müssen Ihre Hörgeräte auch nicht herausnehmen oder durchleuchten lassen. Senken Sie die Lautstärke Ihrer Hörsysteme, bevor Sie durch den Scanner gehen. So können Sie laute Interferenztöne verhindern.
  8. Im Flugzeug: Hörgeräte zählen nicht zu den elektronischen Geräten, die zum Start und zur Landung abgeschaltet werden müssen. Es kann sogar von Vorteil sein, wenn Sie es eingeschaltet lassen – so können Sie wichtige Durchsagen verstehen. Da ein Druckausgleich bei Start und Landung mit einem Hörsystem im Ohr allerdings etwas schwierig sein kann, sollten Sie mit Ihrem Akustiker besprechen, ob es sinnvoll ist, die Hörgeräte kurzzeitig herauszunehmen.


In diesem Sinne wünsche ich Ihnen nach den schweren Tagen der Lockdowns eine erholsame Zeit, wohin es Sie auch immer ziehen mag. Halten Sie sich an die gängigen Hygienemaßnahmen und achten Sie gut auf sich und Ihre Systeme!

Es grüßt von Herzen

Ihr Ansgar Wessling

PS: Schreiben Sie mir gerne an dieser Stelle Antworten und Kommentare. Wie geht war Ihr Urlaub? Wo waren Sie? Was haben Sie Tolles mit Ihren Hörsystemen erlebt? … Ich freue mich darauf, von Ihnen zu lesen und zu hören.

Ansgar Wessling
Ansgar Wessling, Geschäftsführer von Hörsysteme Wessling. (Foto: Eisermann)

Zur Person:
Ansgar Wessling ist Inhaber und Geschäftsführer von Hörsysteme Wessling. In 13 Filialen kümmern sich rund 80 Mitarbeiter darum, dass Menschen mit Hörminderungen wieder besser hören können.

Fotonachweis
Fotos Ansgar Wessling: Philipp Eisermann; See mit Steg: Rainer Sturm, pixelio.

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