Mann horcht

Selbsttest zum eigenen Hörvermögen

Ansgar Wessling
April 2021
Sieben kleine Antworten geben Aufschluss

In unseren 13 Filialen von Hörsysteme Wessling tritt ein Phänomen häufig auf: Menschen sind sehr erstaunt und so manches Mal auch sehr erschrocken. Wie es dazu kommt?

Nun ganz einfach: In allen Filialen – in Essen und Gelsenkirchen – bieten wir kostenlose Hörtests an. Das macht übrigens jedes Hörakustiker, das ist erst einmal nichts Besonderes. Doch die erstaunten und erschrockenen Gesichter entstehen immer dann, wenn Menschen zum ersten Mal das Ergebnis ihres Hörtests von uns erhalten.

Dann sehen sie zum ersten Mal schwarz auf weiß, wie es um das ihr Hörvermögen bestellt ist. Auf kleinen Diagrammen wird der Unterschied zwischen dem eigenen und dem „normalen“ – also dem altersgemäßen – Hören deutlich. Und dieser dokumentierte Unterschied ist die Ursache für die erstaunten und teils erschrockenen Gesichter.

Wir können diese Reaktionen gut verstehen, schließlich gewöhnt man sich ja im Laufe der Zeit an sein Hörvermögen. Das bedeutet: man gewöhnt sich also auch daran, dass es schlechter wird – ein Teufelskreis, der nun zum ersten Mal unterbrochen und deutlich wird. Einmal verließ eine Dame sogar fluchtartig unsere Filiale und ward nie wieder gesehen – ich hoffe, sie hat an anderer Stelle Hilfe gefunden …

 

Ein langer Weg

Bis Menschen zu uns kommen und zum ersten Mal einen Hörtest machen lassen, ist es oft ein langer Weg. Meist vergehen Jahre – zehn Jahre sind da keine Seltenheit – bis der Leidensdruck zu groß ist und man „doch mal was macht“. In dieser Zeit ist vom Hörvermögen dann sehr viel unwiederbringlich weg. Sinnvoller ist es daher, schon in jüngeren Jahren regelmäßig einen Hörtest zu machen – am besten jährlich. Das alte Motto „Je früher, desto besser!“ gilt hier auf jeden Fall!

 

Aufmerksam bleiben

Gut ist es auch, sich hin und wieder einmal selbst zu prüfen. Dazu sollen die folgenden Fragen, bzw. die Antworten auf diese Fragen Aufschluss geben. Wer eine Frage mit „Ja“ beantworten kann, für den ist ein zeitnaher professioneller Hörtest sinnvoll. Wer mehr als eine Frage mit „Ja“ beantwortet, dem sei ein professioneller Hörtest dringend ans Herz gelegt! Doch nun erst einmal zu den Fragen, die ich für Sie zusammengestellt habe:

  • Meide ich Treffen und Kontakte mit vielen Menschen, weil ich den Gesprächen nicht mehr so gut folgen kann?
  • Bitte ich meine Gesprächspartner häufiger als früher, das Gesagte zu wiederholen?
  • Schaue ich weitaus häufiger und konzentrierter auf das Gesichtsfeld und die Mundpartie meiner Gesprächspartner?
  • Verstehe ich bei Telefonaten vieles nicht mehr so gut?
  • Stelle ich den Fernseher und das Radio in letzter Zeit lauter als früher?
  • Überhöre ich einfach mehr als früher?
  • Habe ich Schwierigkeiten, Geflüstertes zu verstehen, wenn ich den Mund meines Gesprächspartners nicht sehe?

 

Professionelle Hilfe holen

Dabei rede ich gar nicht davon, dass so ein Hörtest bei nur uns, bei Hörsysteme Wessling, passieren muss. Nehmen Sie den nächsten Hörakustiker, den Sie finden können – nur machen Sie etwas! Denken Sie immer daran: Mit den Ohren verhält es sich anders als mit den Augen. Wenn Sie nur noch 20 Prozent sehen, wissen Sie, dass ein Sehtest und das Tragen einer Brille sinnvolle Maßnahmen sind. Bei 20 Prozent Resthörvermögen, sind es aus Ihrer Sicht oft die anderen, die nuscheln – oder die Umgebung ist zu laut – oder man geht nicht mehr so gerne „unter Leute“. Jeder findet für sich Ausreden, an die er glaubt.

Also, holen Sie professionellen Rat ein, wenn Sie auch nur den geringsten Anlass haben, zu glauben, dass sich Ihr Hörvermögen geändert hat – Ihr Leben, Ihre Familie, Ihre Freunde und Ihre Ohren werden es Ihnen danken!

Es grüßt von Herzen

Ihr Ansgar Wessling

PS: Schreiben Sie mir gerne an dieser Stelle Antworten und Kommentare. Ich freue mich, von Ihnen zu lesen und zu hören.

Ansgar Wessling
Ansgar Wessling, Geschäftsführer von Hörsysteme Wessling. (Foto: Eisermann)

Zur Person:
Ansgar Wessling ist Inhaber und Geschäftsführer von Hörsysteme Wessling in Essen. In 12 Filialen kümmern sich rund 80 Mitarbeiter darum, dass Menschen mit Hörminderungen wieder besser hören können.

Fotonachweis
Fotos Ansgar Wessling: Philipp Eisermann;
Erstaunter Mann: Rainer Sturm, pixelio.

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